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Sonntag, der 1.Februar. Noch 141 Tage waren bis zur großen Wende, der Währungsreform am 20.Juni, zu überstehen. Die Gesundheit, ein Dach über dem Kopf, die tägliche Suppe im Topf und der Arbeitsplatz im Werk, nur das zählte. Jeden zehnten Mitarbeiter hatte der Soldatentod ereilt, zwanzigtausend Quadratmeter Trümmer lagen in den vier Werken.
Das war das Erbe der dritten Generation der Gründerfamilie, das 1946 der Enkel Dipl.Ing. Walter Cordes als Geschäftsführer übernahm, unterstützt von dem Schwiegersohn Carl Mencks, dem Dipl.Ing.Adolf Vogler. Hatten die Söhne des Werkgründers noch die Umstellung von der allgemeinen Maschinenfabrik zum führenden Werk als Baumaschinenhersteller erreicht, so ist es das Verdienst A.Voglers, die Menck&Hambrock Gmbh über die folgenden schwierigen Jahre gebracht zu haben. Ab 1946 wurden wieder Bagger gebaut, darunter den ersten Menck-Steinbruchbagger “DN”. Das Rückgrat der Produktion in jenen Jahren war jedoch der Leichtkran (Lk) 46, zuerst auf Schienenunterwagen, dann auf Raupenfahrwerk. Mit diesem Gerät wurden Städte aufgeräumt, Torf für Heizzwecke gewonnen und die jahrelang vernachlässigten Entwässerungsgräben geputzt.

1948 war es dann soweit: beispielhaft neukonstruierte Menck-Universalbagger auf vierachsigen Unterwagen mit breiten Raupenbändern, verstärkten Diesel-oder Elektromotoren, größeren Reichweiten und Grabgefäßen als je zuvor, erschienen auf dem Markt.Sie wurden die würdigen Nachfolger der legendären Baggerreihe Mo, Ma, Mb, Mc.
Neuzeitliche Fertigungsmethoden wurden eingeführt und der Bau von Flachbaggern vorangetrieben. Planiereinrichtungen für Raupenschlepper machten von sich Reden, Menck-Schürfwagen tauchten auf den Autobahnbaustellen auf, Bodenentleerer auf Raupenfahrwerk gesellten sich dazu, sowie die Vorläufer der Menck-Schürfkübelraupe stiessen sich die Hörner ab. Der Menck-Kunden-und Ersatzteilservice wurde verbessert, er erhielt einen eigenen Werksteil zugewiesen und die kostenlose Menck-Geräte-Inspektion wurde eingeführt.
Nach 1948 kamen in der zeitlichen Reihenfolge die Universalbagger M 150, C 250, M 75, M 250, M 60 und M 40 auf den Markt. Als Steinbruchbagger kam 1961 ein neues Modell “DN2” hinzu, daß auf Kundenwunsch abgewandelt geliefert wurde, mit bis zu 4,5 cbm Löffelinhalt.
Die Anzahl der Belegschaft stieg auf 2100 (1963) Mitarbeiter. Infolge vieler Weiterentwicklungen und Neuerungen umfaßte das Menck-Bauprogramm dann, z.B. 1965 folgende Geräte: M 60, M 60 SC/LC, M 90, M 154, M 251, C 251, C 252/3, D 360, DN, DN2, SR 53, Mr 18, MR 27, MR 40, MR 60, MR 100, Schnellschlagbäre, Vibrationsbäre, halbautom. Rammbäre, mechanische/hydraulische Rammeinr. für M 60, M 90 und M 154
Im April 1966 wurde eine Zusammenarbeit mit der Koehring Company aus Milwaukee vereinbart. Koehring übernahm die in Familienbesitz befindlichen Gesellschaftsanteile (Anteil 69,52 %). Durch diese Zusammenarbeit sollten neue Märkte erschlossen und neue Produkte vertrieben werden (Hydraulikbagger). Leider war den hydraulischen Baggern aus Amerika kein grosser Erfolg beschienen.
1968 HUNDERT JAHRE MENCK!!! Der letzte der Familie Menck Ing. Walter Cordes verließ zum 31.12. die Firma.
Menck versuchte ab 1971 mit selbstentwickelten Hydraulikbagger sein Glück. Die Bagger waren sehr robust, aber da Menck diese Entwicklung quasi verschlafen hatte, waren die Kunden bei der Konkurrenz fündig geworden. Mit den Seilbaggern allein war Menck einfach nicht mehr Konkurrenzfähig. Und so endete die Geschichte der Firma Menck&Hambrock GmbH im Jahre 1978.
Der Nachfolger wurde die Menck GmbH, die bis heute Rammbären für verschiedene Zwecke (Offshore-Onshore) anbietet ( siehe auch Site “Menck nach 1978”)
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